Wie fast jedes Jahr besuchten wir auch im Jahr 2020 die embedded world, um unsere Kunden Unitronic und Garz + Fricke PR-technisch zu unterstützen. Die Messe wird für immer denkwürdig in Erinnerung bleiben, denn die aktuelle Gefahr durch den Coronavirus sorgte für die niedrigsten Besucherzahlen insgesamt und leere Hallen.

Besagter Virus ist Auslöser der Coronavirus-Epidemie 2019/2020, die von der WHO als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ eingestuft wurde. Zurzeit in aller Munde, verzeichnet Deutschland Stand März 2020 insgesamt über 1.100 Infektionen – Tendenz steigend.

Messeabsagen en Masse

Die Gefahr einer Ansteckung und die damit verbundenen Absagen namhafter Unternehmen sorgte unter anderem dafür, dass der Mobile World Congress in Barcelona im Februar komplett abgesagt wurde. Die Light+Building wurde von März auf September verschoben. Die Twenty2X und die Hannover Messe sind ebenfalls abgesagt und verschoben. Die embedded world in Nürnberg fand jedoch Ende Februar statt. Allerdings hatten mit Hinweis auf die Verbreitung des Coronavirus etwa 200 Unternehmen ihre Teilnahme kurzfristig zurückgezogen. Die Besucherzahl lag mit rund 13.800 damit deutlich niedriger als in den Vorjahren.

Von laut zu leise

Dies bekamen auch wir zu spüren. Die Messe, ansonsten stickig und überfüllt, war dieses Jahr sehr luftig, ruhig und angenehm zu ertragen. Viele Messestände trugen ein Schild, dass „Händeschütteln“ verboten war. Von Seiten der Redaktionen waren verschiedene Reaktionen zu verzeichnen. Einerseits hatten die Journalisten mehr Zeit, kleinere Unternehmen zu besuchen und intensivere und längere Gespräche zu führen. Andererseits bemängelten sie die vielen Lücken auf ihrem Besuchsplan und das Fehlen vieler wichtiger Unternehmen.

Ich selbst stand der Messe auch zwiespältig gegenüber. Ich denke, dass es im Falle solch vieler Absagen wichtiger Unternehmen sinnvoller gewesen wäre, auf den Event zu verzichten. Noch wichtiger finde ich aber den Gesundheitsaspekt: Nachdem wir nun gemerkt haben, wie rasant sich der Virus verbreitet und häusliche Quarantäne die Folge ist, haben wir auch von Agenturseite besprochen, entsprechende Events oder Messen, die nicht zwingend eine Anwesenheit von uns benötigen, auszulassen oder nachzuholen. Denn auch wir bevorzugen, unseren Kunden und bekannten Journalisten wieder normal die Hand schütteln zu können, ohne dabei Bedenken zu haben.

Wie geht es nun weiter?

Im Moment heißt es abwarten und hoffen auf baldige Eindämmung. Ich denke, dass uns der Coronavirus in der PR- und Messewelt noch eine Zeitlang begleiten wird. Denn auch im europäischen Ausland, speziell Italien, wird die Lage immer gravierender. Angestrebte Events und Messen sowie Sportereignisse werden täglich verschoben oder abgesagt. Der Coronavirus scheint das bestimmende Thema der aktuellen Nachrichtenlage zu sein.

Fazit: Die Welt ist unruhig wie noch nie und ich hoffe, dass es bald möglich sein wird, den Virus zu besiegen. Denn sowohl arbeitstechnisch als auch privat (z. B. geplante Urlaube) erzeugt der Virus ein unvorhersehbares Jahr und komplettes Durcheinander mit anschließendem Neudenken. Also – bleibt bitte alle gesund!