TV in der Krise – schaut ihr noch regelmäßig fern?

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TV in der Krise – schaut ihr noch regelmäßig fern?

Mit meinen 36 Jahren zähle ich laut übereinstimmenden Berichten zu der Gruppe, die im letzten Jahr so wenig fern gesehen hat wie nie zuvor. Und in der Tat: Bis auf die Fußball-WM, die ja aus deutscher Sicht kein Spektakel war, kann ich für 2018 keine großen TV- Highlights benennen. Mag man den Berichten zu der TV-Krise in Deutschland glauben, so sind es vorrangig die 14- bis 49-Jährigen, die sich immer weniger für das traditionelle Fernsehen vor die Glotze setzen. Die Ü50-Generation hingegen, haben letztes Jahr so viel geschaut, wie (fast) nie zuvor.

Zahlen, bitte

In Zahlen ausgedrückt, schauen die Über-50-Jährigen ca. 5 Stunden und 15 Minuten fern, während die Gruppe, zu der auch ich zähle, durchschnittlich nur 2 Stunden und 33 Minuten fern sieht. Betrachtet man die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen, worunter mit Johannes und Misa auch zwei aktuelle Kollegen von Profil fallen, sieht es noch einmal anders aus. Laut Statistiken kommt diese Gruppe gerade einmal auf 94 Minuten TV-Konsum pro Tag.

Die Gründe, warum die „junge Generation“ sich vom klassischen TV abwendet ist klar: Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Maxdome bieten dem Konsumenten nicht nur eine Vielzahl an Serien, Filmen, Dokumentationen, etc., sondern- und das ist, denke ich, ausschlaggebend: Man ist nicht an eine feste Uhrzeit gebunden, muss keine (für viele nervige) Werbeunterbrechungen ertragen und kann eine Serie (in den meisten Fällen) am Stück gucken. Im TV ist es üblich, dass man eine Serie über Wochen hinweg gucken muss, bis das Staffelfinale erreicht ist. Dass man irgendwann davon abrückt, versteht sich von selbst. Denn auch ich betreibe gerne „Binge Watching“, wenn mich eine Serie richtig gepackt hat.

TV oder Netflix

Guckt man sich die oben genannten Zahlen noch mal genauer an, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, dass diese so auf mich zutreffen. Aber ich sitze selten um 20:15 Uhr vor dem Fernseher und schaue einen Blockbuster. Ich muss zugeben, dass ich durch den verstärkten Netflix-Konsum in den letzten Jahren auch ziemlich verwöhnt bin, was guten Content anbelangt, den mir die klassischen TV-Sender – egal ob öffentlich-rechtlich oder privat – heute nicht mehr bieten können. Zudem bin auch ich mehr als genervt, wenn die erste Werbeunterbrechung bereits nach 15 Minuten kommt. Mein reiner TV-Konsum hat sich demnach in der Tat sehr verringert – auf Nachrichtensendungen, die Sportschau aber auch das ein oder andere Trash-Format wie das Dschungel-Camp kann und werde ich auch in Zukunft nicht verzichten.

Wie sieht es bei euch aus? Wälzt ihr immer noch die Tageszeitung und macht euch TV-Pläne für den Abend – oder weicht ihr auch auf die Online-Videotheken der TV-Sender oder die genannten Streaming-Dienste aus?

Von |2019-01-30T11:32:48+00:0030. Januar, 2019|Allgemein, Small-Talk, Technik|0 Kommentare

Über den Autor:

PR-Berater bei Profil Marketing seit 2010. Verantwortlich für Beratung, Content und Kommunikation.

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