Funklöcher statt stabiler Empfang – ein deutschlandweites Problem

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Funklöcher statt stabiler Empfang – ein deutschlandweites Problem

Jeder kennt das Problem: Ein Telefonat mit dem Smartphone und plötzlich ist der Empfang weg und das Gespräch bricht ab. Grund sind Funklöcher, die es in Deutschland leider noch viel zu oft gibt. Grund ist die bis dato noch nicht zufriedenstellende Netzabdeckung, an der es besonders in ländlichen Regionen mangelt.

Was genau ist ein Funkloch?

Ein Funkloch bezeichnet einen räumlichen Bereich, in dem eine Verbindung zwischen einem Sender und einem Empfänger nicht möglich ist. Funklöcher entstehen meist hinter Hindernissen durch elektromagnetische Störungen, aber auch in Gebäuden, Tunneln oder Parkhäusern bei Navigationsgeräten auch z. B. im Auto.

Portal zur Funklocherkennung

Das Wirtschaftsministerium hatte bereits im April / Mai 2018 auf seiner Website ein neues Portal eingerichtet, um sich ein eigenes Bild über die Probleme bei der Mobilfunkversorgung zu machen. Jeder Bürger konnte auf dem Portal deutschlandweit Funklöcher angeben. Eine Woche nach dem Start des Internet-Portals zur Meldung waren beim niedersächsischen Wirtschaftsministerium bereits 1.600 Hinweise eingegangen. Die Meldungen über Lücken im Netz beträfen alle Mobilfunkanbieter und stammten überwiegend von Bürgern aus ländlichen Regionen. Beim Abschluss des Projekts hatten 8.956 Betroffene vor allem aus den ländlichen Regionen dem Ministerium Probleme mit der Mobilfunkversorgung gemeldet.

 Fazit: Es besteht ein klarer Handlungsbedarf und das Wirtschaftsministerium verwies auf das das Vorhaben des Landes, bis 2022 im Rahmen des Masterplans Digitalisierung eine Milliarde Euro in den Ausbau schnellerer Netze und digitaler Projekte zu investieren.

Was bedeutet der Masterplan Digitalisierung?

Für den in 20 Themenbereiche aufgeteilten Masterplan Digitalisierung, in dem neben dem schnellen Internet der Mobilfunkausbau Priorität hat, werden insgesamt eine Milliarde Euro zur Verfügung stehen. 850 Millionen Euro davon sind bereits im Haushaltsentwurf 2019 enthalten. Dieses Jahr soll es für die Breitbandinfrastruktur die ersten 100 Millionen Euro geben. Bis Ende 2019 sollen 97 Prozent aller Haushalte im schnellen 4G-Netz sein.

Sachsen-Anhalt erhöht den Druck

Seit dem 12.9.2018 war es zudem möglich über die Funkloch-App der CDU-Landtagsfraktion Funklöcher im Raum Sachsen-Anhalt zu melden. Bereits nach drei Tagen waren 1.700 Meldungen eingegangen. Der sogenannte Funklochfinder sei dringend nötig, teilte die CDU-Landtagsfraktion am letzten Wochenende mit. Die App zeige, dass die Empfangsqualität deutlich hinter den Erwartungen in Sachsen-Anhalt liege. Der Druck auf Netzanbieter soll nun erhöht werden. Aktuell können hier noch Funklöcher gemeldet werden: https://www.funklochfinder.de/

 

Meines Erachtens sind diese Portale eine wichtige Hilfe, um die Mobilfunkanbieter zu animieren mehr für die Netzabdeckung zu tun. Denn diese ist wirklich in vielen Teilen Deutschlands immer noch unbefriedigend. Und für die zum Teil recht teuren Verträge möchte ich auch vernünftigen Empfang haben. Die Politik verspricht aktuell sehr viel. Hoffen wir, dass wir bis Ende 2019 einen ersten Meilenstein erreicht haben.

 

 

 

 

Von |2018-09-26T16:52:54+00:0026. September, 2018|Allgemein, Public Relations, Veranstaltungen|0 Kommentare

Über den Autor:

PR-Berater bei Profil Marketing seit 2011. Verantwortlich für Beratung, Content und Kommunikation.

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