Alexa, – wo ist meine Kassettensammlung?

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Alexa, – wo ist meine Kassettensammlung?

Das Buzzword „Smart Life“ spielt in unserem Arbeitsalltag für diverse Kunden wie Riva Audio, Nuki oder Cleverciti eine zentrale Rolle. Seien es mobile Lautsprecher, Wohnungseinrichtungen, Haustüren oder Parkplätze, – alles wird immer stärker vernetzt und „smart“. Gerade im Musikbereich geht ohne Streaming, AirPlay2, Mobile Speakers, Multiroom oder Voice Control kaum noch etwas. Dachte man…

Mitten in diesen Hype platzt nun der Musikexpress mit einer 16-seitigen Titelstory „Das Comeback der Kassette“( https://www.musikexpress.de/das-comeback-der-kassette-1034371/

Wie bitte? Gerade erst hatte man sich mit dem Gedanken angefreundet, sich die Lieblingsplatten, die man mal gegen CDs eingetauscht hatte, wiederum neu auf Vinyl zuzulegen (dann zum mittlerweile dritten Mal), da sollen auf einmal wieder Bandsalat, Grundrauschen und zielloses Hin- und Herspulen „in“ sein? „Was verbindet uns bis heute mit diesem anachronistischen Tonträger, trotz all seiner technischen Unzulänglichkeiten und seines gewissen Trash-Faktors?“ fragt das Magazin und gibt die Antwort im Folgenden auch gleich selbst. „Musik wird auf Kassette dreckiger. Manches monotoner. Sie knistert, wie von Sicherheitsnadeln zusammengehalten. Es gibt so unendlich viel Musik, die genau sowas braucht“ meint Autorin Julia Friese, selber eher ein Kind der Post-CD-Ära. Es geht also offenbar nicht nur um retro-mantische Vergangenheitsverklärung sondern um Haptik, Sensualität und Individualität – nur der Kassettenrekorder und Du.

Und tatsächlich legt der Umsatz an Kassetten seit zwei Jahren in den USA und im UK mit Quoten von 35 bis 112% zu, – nicht nur dank „Guardians of the Galaxy“ und den auf Kassette veröffentlichten Soundtracks zur Serie. Auch in Deutschland ist der Absatz weiter hoch, hier vor allem dank des Kultes um Hörspielreihen, allen voran „Die drei Fragezeichen“.

Aber seien wir ehrlich, die Kassette war doch auch nie wirklich weg! Auf Umhängetaschen und Street Style-Klamotten tauchte ihr logohaftes Äusseres immer wieder auf, Sony benannte die neuesten Versionen seiner HighTech-MP3-Player wieder nach dem legendären mobilen Tapeplayer „Walkman“ aus den 80ern und selbst Spotify nennt die von Algorithmen auf den persönlichen Geschmack zugeschneiderten Playlists „Mixtapes“…

Auch wenn die alte Tante Kassette sicherlich nicht mehr zum flächendeckenden Mainstream-Phänomen werden wird, so scheint sich neben der bequemen, smarten und digitalen Welt des Musikkonsums doch dauerhaft ein Bedürfnis nach analogem und bewussten „Zuhören“ zu etablieren, nach „Musik zum Anfassen“.

Beides muss sich ja auch nicht gegenseitig ausschliessen, so haben z.B. die mobilen Multiroom-Speaker von Riva einen Extra-Eingang für analoge Klangquellen wie Plattenspieler und Tapedecks.

Da muss ich doch gleich mal im Keller wühlen nach den alten Machwerken meines Kassettenlabels „Obscure Soundz“… oder ich kopiere der Liebsten mal wieder in aller Ruhe und mit Herzblut ein ausgefuchstes Mixtape mit ab sofort neuen Lieblingsliedern zusammen.   – Gaaanz altmodisch halt.

 

 

Von |2018-04-26T17:01:51+00:0026. April, 2018|Allgemein, Wissenswertes|0 Kommentare

Über den Autor:

Projektassistent bei Profil Marketing seit 2016. Verantwortlich für Administration, Content, Kommunikation und Social Networking.

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