Fake Influencer bei Instagram – Geld verdienen mit gefälschten Likes?

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Fake Influencer bei Instagram – Geld verdienen mit gefälschten Likes?

Auch wir stehen selbstverständlich mit Influencern in Kontakt. Dazu zählen nicht nur Blogger, sondern auch jene, die sich auf Instagram und Co. tummeln und laut Definition „aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in einem oder mehreren sozialen Netzwerken eines kommerzialisierten Internets für Werbung und Vermarktung infrage kommen“.  Influencer zu sein gilt seit vielen Jahren – vor allem bei der jüngeren Generation – als absoluter Traumberuf. Lukrative Werbedeals mit bekannten Marken und ein Nettoeinkommen von mehreren tausend Euro pro Monat klingen ja auch verlockend. Aber wie vertrauenswürdig sind diese Influencer? Sind es wirklich immer organische Follower, die über die Jahre hinweg aufgebaut worden sind und mit den neuesten News versorgt werden? Und könnte ich mir nicht auch eine Welt mit vielen tausenden Followern aufbauen? Schließlich habe ich auch einen Instagram-Account und wäre in meinem Fall nicht abgeneigt, die neuesten Sneaker von New Balance, Asics, Diadora und Co. zum Pretest zu erhalten.

Im Prinzip ist das erst einmal kein Problem – frei nach dem Motto „wenig Einsatz, viel Ertrag“ kann man sich bei Instagram mit dem Einsatz technischer Mittel eine Welt aufbauen, die ein völlig falsches Bild von der Realität zeichnet. Ein kürzlich veröffentlichtes Experiment des WDR Radiosenders 1Live hat genau das veranschaulicht: Unternehmen, die mal gerne mit Influencern zusammenarbeiten wollen, um die eigene Marke oder ein neues Produkt zu pushen, verifizieren die tatsächlichen Erfolge der Accounts und der Personen dahinter nicht ausreichend und willigen sofort in eine Kooperation ein. Mit nur 200 Euro Budget-Einsatz wurden plötzlich aus 600 rund 23.000 Follower – die Arbeit übernahm dabei ein Bot, der fleißig Bilder postete und  nicht etwa der WDR Reporter Frederick Fleig, der sich zusammen mit seiner Kollegin Clare Devlin zum Ziel gesetzt hatte, binnen vier Wochen Fake-Influencer bei Instagram zu werden. Zeitgleich zu den Postings schrieben die Reporter rund 40 Unternehmen an und fragten nach Kooperationsmöglichkeiten. Nach vier Wochen erhielten sie bereits 19 Zusagen mit einem Gesamtwert von 2.900 Euro. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass letztlich alles nur Fake war.

Die komplette Reportage findet seht ihr hier:

Wer ein seriöser Influencer ohne Fake Follower und Fake Likes werden möchte, sollte folgende Punkte beachten. Influencer sollten:

  • sich auf ein bestimmtes Thema fokussieren
  • auf den Kauf von Fake Followern und den Einsatz von Bots verzichten
  • spannende Inhalte präsentieren
  • hinter dem Produkt stehen, das beworben wird

Unternehmen hingegen sollten vor Beginn der Kooperation ebenfalls ein paar Punkte beachten, um nicht auf Fake Accounts hereinzufallen. Unternehmen sollten mitunter:

  • die Marketingziele der Influencer Kooperation vorher klar definieren
  • Fake Follower durch den Einsatz technologischer Lösungen ausschließen
  • alle relevanten KPIs überprüfen
  • festlegen, dass sämtliche Posts deutlich als Werbung gekennzeichnet sind

Wie sind eure Erfahrungen mit Fake Followern und Fake Profilen auf Instagram?

Von |2018-02-08T10:13:20+00:008. Februar, 2018|Allgemein, Marketing, Social Media, Wissenswertes|0 Kommentare

Über den Autor:

PR-Berater bei Profil Marketing seit 2010. Verantwortlich für Beratung, Content und Kommunikation.

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