Kommunikation mit ausdrucksstarken Bildern bedeuten mehr Sichtbarkeit und immer bessere Chancen auf Multiplizierung von Inhalten in unterschiedlichsten Medien. Für diesen Zweck entwickelte sich Instagram mehr und mehr zu einem spannenden Social Media-Kanal, der auch das einfache Initiieren erfolgreiche Kampagnen im Bereich der Unternehmenskommunikation erlaubt. Im Folgenden sind dazu einige Grundlagen und Empfehlungen zusammen gefasst.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte
Das erste Grundprinzip und Erfolgsrezept bei Instagram ist die funktionale Reduzierung auf die Aufnahme von Bildern. Text spielt nur eine untergeordnete Rolle, Visuelles und auch Emotionales stehen im Vordergrund. Das zweite Grundprinzip ist die Konzentration auf Apps zum Aufnehmen und/ oder Einstellen der Bilder. Für die Nutzung von Instagram ist ein Login erforderlich. Er lässt sich ausschließlich über die Apps erstellen. Die App selbst ist dann extrem simpel aufgebaut. Neben dem eigenen Profil gibt es die Kamera zum Aufnehmen von Fotos und hinter einem Sternchen den Bereich, wo zudem auch Bilder besucht werden können. Beim Aufnehmen von Fotos findet sich auch ein Erfolgsgeheimnis von Instagram: die Filter. An sich ist daran nichts Spektakuläres dabei, aber bestimmte Effekte, beispielsweise für auf alt getrimmte Fotos oder HDR-Effekte, waren in der Geschichte von Instagram sehr erfolgreich. Im Grunde bietet Instagram hier eine sehr einfache Form der Bildbearbeitung ohne zusätzliche Kosten und praktisch per Mausklick.

Beachtlicher Funktionsumfang
Dem Dienst kommt zu Gute, dass die Nutzung so einfach ist und jedes Smartphone mittlerweile eine vernünftige Kamera eingebaut hat. Instagram hat durch den Aufkauf von Facebook und die Konzentration auf Apps eine gewisse Alleinstellung. Dennoch ist der Funktionsumfang natürlich mit anderen bildorientierten Social Media-Kanälen wie Tumblr und Pinterest vergleichbar. Beide Dienste sind jedoch deutlich stärker weborientiert. Tumblr versteht sich als Bildblog und bei Pinterest steht das Pinnen von Bildern auf der eigenen Pinnwand im Vordergrund, während Instagram den Fokus komplett auf das Aufnehmen und Taggen von Bildern legt. Werden vorhandene Bilder zu Produkten und Lösungen des Unternehmens für den Account verwendet, ist übrigens unbedingt die Frage der Bildrechte zuvor zu klären.

Rolle in der Social Media Welt
Instagram arbeitet grundlegend auch mit eigenen Social Media-Funktionen, ohne ein eigenständiges Netzwerk zu sein. Es ist also kein Facebook- oder Google+-Konkurrent, sondern eher ein sozialer Zusatzdienst mit einigen Netzwerkfunktionen. Die wichtigste ist, dass es Anwender und deren Profile gibt. Anwender werden bei Instagram durch ein @-Zeichen identifiziert. Diese User können wiederum Follower haben und selbst Anderen folgen. Die Basis ist also das aus Twitter hinlänglich bekannte Prinzip. Unternehmen haben bei Instagram im Gegensatz zu Facebook optisch keine besonderen Seiten, sondern normale Profile. Sie sind in der Instagram-App als Anwender suchbar. Instagram ist natürlich in visuellen Branchen nach wie vor besonders beliebt. Die ersten erfolgreichen Marken in Instagram kommen daher auch aus den Bereichen Mode und Lifestyle.

Kommunikationsplan für Bilder
Wie bereits erwähnt, ist Instagram ist in den Grundfunktionen mit Twitter vergleichbar. Ein Unterschied sollte allerdings auf jeden Fall beachtet werden: Instagram ist nicht so schnell, da der Hauptinhalt nun mal Bilder sind! Wenn also mehrere Bilder zu posten sind, sollte das zeitlich verteilt erfolgen, um den Stream der Follower nicht zu überfrachten. Der zweite wichtige Punkt ist, möglichst authentisch zu posten und nicht nur Produktbilder in den Vordergrund zu stellen. Die Fotos sollten zudem möglichst kreativ und anspruchsvoll erscheinen. Hier ist es ähnlich wie bei der Kommunikation auf Facebook & Co: Es ist empfehlenswert, längerfristig zu planen, woher Inhalte, sprich Bilder, kommen sollen und wer sie wann postet. Allerdings dreht es sich bei den meisten Unternehmen nicht um große Mengen selbst geposteter Fotos, sondern eher um ein Foto pro Woche bis zu maximal einem pro Tag.

Hashtag und damit das Bildthema nicht vergessen
Ein Projekt auf Instagram kann verschiedene Ausprägungen annehmen. Generell gilt es, am Anfang Follower zu gewinnen und damit die eigene Reichweite zu erhöhen. Hier spielt natürlich die genannte Qualität der geposteten Inhalte eine Rolle. Hilfreich ist bei Instagram auch, die Interaktivität zu fördern. Allerdings ist der Weg bei einem Start von null weg recht weit. Hier sollten auf jeden Fall andere Kanäle, seien es Facebook, Twitter oder YouTube, genutzt werden. Das Hashtag ist mittlerweile der Hauptaufhänger für Mitmach-Kampagnen. Dazu wird beispielsweise in YouTube-Videos ein Hashtag eingebunden, der die Aufforderung enthält, auf Instagram an dieses Hashtag zu posten.

Wer hat es gesehen?
Eine besonders interessante Rolle im Instagram-Universum spielt die API-Schnittstelle zum Programmierzugriff. Hier erhalten Unternehmen beispielsweise alle Bilder zu einem bestimmten Anwendern oder Hashtags. Zusätzlich sind auch weitere Informationen wie geografische Daten verfügbar. Der grundlegende Schritt ist die Registrierung der Anwendung. Dazu benötigt man einen Instagram-Account und es sind einige wenige Fragen zu beantworten. Der Zugriff erfolgt anschließend per HTTP-Schnittstelle. Basierend auf der Instagram-API haben sich im Web nicht nur Kampagnen-Microsites, sondern auch diverse Instagram-Support-Seiten etabliert. Die bekannteste ist vermutlich Statigram, das neben den üblichen Instagram-Funktionen wie Folgen und Liken auch Statistiken liefert. Statigram bietet daneben auch Mehrwertdienste zum Vermarkten des eigenen Instagram-Accounts. So lässt sich beispielsweise aus dem Instagram-Anwender eine frei verfügbare URL, ein Widget mit Bildergalerie zur Integration in eine Webseite und ein Facebook-Tab erzeugen.

Warum Instagram?
Instagram ist auf der ganzen Welt erfolgreich. Viele internationale Unternehmen und Marken setzen Instagram in der Kommunikation, Bildsprache und für verschiedene Arten von Bildwettbewerben ein. Das Erfolgsgeheimnis sowohl für Anwender als auch für das Unternehmensmarketing und -kommunikation ist dabei sicherlich die Einfachheit der benutzerfreundlichen Apps. Das wiederrum macht den Start bei Instagram für die eigene Unternehmenskommunikation so praktikabel.