Auch wenn es nicht für jeden Presseinhalt relevant ist, hilft es doch häufig seine Fühler auszustrecken und den Sprachhorizont in vielen Ebenen zu erweitern. Kennen wir PR-Berater eigentlich die aktuelle Jugendsprache? Vielleicht sollte man hier und da etwas beim Slang aufpassen, mitschreiben und lernen. Nicht unbedingt, um die neu aufgenommenen, verrückten Vokabeln selbst zu verwenden – aber vielleicht einfach mal, um die Sender zu verstehen. (Oder, um sich einfach selbst zu unterhalten). …

So stellt einem Langenscheidt ganz bequem online einen Abriss über die Highlights der aktuellen Jugendworte zur Verfügung. Auf der Website kann abgestimmt werden, welches Wort am 31. Oktober das Jugendwort des Jahres wird. Mittlerweile können keine neuen Vorschläge mehr eingereicht werden. Aber die 30, die zur Auswahl stehen, bieten eine gar prickelnde Kollektion.

„Rumoxidieren“ ist das neue Chillen – Finde ich bemerkenswert. Und auch „bambus“ als neues Synonym für „krass“ – muss unbedingt in meinen Sprachgebrauch. Ist doch mal ein frisches Adjektiv für die nächste Pressemeldung.

Aber was ist nur aus dem armen Alpha-Kevin geworden? War die Bezeichnung für „den dümmsten von Allen“ vor ein paar Tagen doch noch mit Abstand an der Spitze, wurde sie nun von Langenscheidt selbst der Nominierten-Liste verwiesen. Man befürchte, aufgrund einiger Gegenstimmen, dass sich dadurch zu viele angegriffen und diskriminiert fühlen würden. Ach, komm schon Kevin! Nun sieh’ es doch nicht so eng.

Wie es mit den Stimmen weiter geht, lässt sich auf www.jugendwort.de verfolgen. Es macht aber auch Spaß, die zahlreichen Auseinandersetzungen im Netz dazu zu lesen.