Bandbreite – wohin geht die Reise?

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Bandbreite – wohin geht die Reise?

DVB-T2, Video-on-Demand (VOD), 4K-TV und Cloud-Lösungen – der Bedarf an Bandbreite steigt, speziell bei Endbenutzern. Denn hochauflösendes Fernsehen und die damit verbundene Abschaltung der analogen Standards sowie das Wegsterben der Videotheken und der Boom der VOD-Angebote tun ihr übriges um Heimanwender den Wunsch nach mehr Bandbreite immer mehr in den Kopf zu setzen. Doch auch grundsätzlich werben Telekommunikationsanbieter immer mehr mit starken Datenübertragungsraten – 50 MBit DSL-Leitungen scheinen bald zum Standard zu werden.

Ist definitiv ein Trend im VOD-Markt und bei höheren Bandbreiten zu beobachten?
Laut Forschung: Ja. Der Digitalverband Bitkom hat Anfang des Jahres 2017 auf Grundlage von Zahlen des Marktforschungsinstituts IHS Markit mitgeteilt, dass der Umsatz mit Video-On-Demand-Angeboten im Internet in Deutschland im Jahr 2017 voraussichtlich um 18 Prozent auf 945 Millionen Euro steigt. Im Jahr 2016 lag das Marktvolumen noch bei 800 Millionen Euro. Der Umsatz mit Video-on-Demand-Angeboten ist von 2014 bis 2016 um rund 73 Prozent gestiegen. Somit wächst der Umsatz mit Serien, Filmen und kurzen Video-Clips im Internet im siebten Jahr in Folge. Dabei bleibt zu beachten, dass aktuelle, hochauflösende Formate enormen Datenhunger haben. Bei 4K- und UHD-Videos können die angesprochenen 50 MBit schon bald nicht mehr ausreichen, wenn man gleichzeitig im Internet surft.

Höhere Uploadraten vonnöten
Und dies bezeichnet leider nur den Download. Viele User wünschen sich auch höhere Uploadraten, die zurzeit im Gegensatz zum Download nur einen Bruchteil der Geschwindigkeit mit sich bringen. Die Verschiebung von Daten in die Cloud oder der Datenaustausch zwischen zwei Personen kann heute noch zur Geduldsprobe werden. Die Notwendigkeit nach leistungsfähigen Upstream-Geschwindigkeiten ist also ebenfalls zwingend vonnöten.

Welche Infrastruktur muss dafür geschaffen werden?
Die Problematik der höheren Bandbreiten ist nicht nur dem Endanwender vorbehalten, sondern ist auch ein hochaktuelles Thema bei Rechenzentrumsbetreibern. Denn die aktuellen IT-Entwicklungen stellen Unternehmen vor enorme Herausforderungen: Big Data, mobile Anwendungen und flexiblere Arbeitsumgebungen rücken die Leistungen des Rechenzentrums zunehmend in den Vordergrund. Auch hier ist starke und moderne Netzwerkinfrastruktur gefordert. Speziell im Bereich der Verkabelung müssen mehr denn je leistungsstarke und flexible Lösungen bereitgestellt werden, die ausreichend Bandbreite bieten und sich modular an künftige Anforderungen anpassen lassen. Unser Kunde Rosenberger OSI weiß: Die Digitale Transformation fordert zeitgemäße Verkabelungsstrukturen.

Investitionen in starke Verkabelung noch zu gering
Unser Kunde musste leider feststellen: Trotz der hohen Bedeutung, die der Verkabelung mit Blick auf die Netzwerkleistung zukommt, sind die Investitionen in diesem Bereich immer noch vergleichsweise gering. Sie liegen erfahrungsgemäß bei lediglich zwei bis vier Prozent der Gesamtinvestitionen für Rechenzentrumsprojekte. Dabei belegen Studien, dass rund 50 Prozent aller Ausfälle im Rechenzentrum auf die unzureichende Qualität der Verbindungstechnik zurückzuführen ist. Das ist gerade für hochverfügbare Rechenzentren fatal, denn hier bestehen besondere logistische Anforderungen. Hochverfügbarkeit, Flexibilität, Administration, Dokumentation und Sicherheit stehen in modernen Rechenzentren auf der Anforderungsliste an oberster Stelle. Hinzu kommen Kostengesichtspunkte, die Planer im Auge behalten müssen. Dazu gehört der Investitionsschutz ebenso, wie die Zukunftssicherheit der Komponenten. Hierzu kann eine strukturierte und transparente IT-Verkabelungsinfrastruktur einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie ist Grundlage für den reibungslosen Datenaustausch und für das sichere und zuverlässige Zusammenspiel aller aktiven Komponenten und Applikationen im Datacenter. Um es auf den Punkt zu bringen: Ohne funktionierende IT-Verkabelung sind keine IT-Anwendungen verfügbar.

Fazit: Die RZ-Betreiber stehen heute vor großen Herausforderungen, dessen Lösungen unmittelbar uns Endbenutzer betreffen. Ich selbst habe mir vor Kurzem einen 50 MBit-Anschluss bestellt, da auch ich Streaming-Angebote nutzen möchte und vor allem genug Bandbreite haben möchte, wenn meine Frau oder Freunde nebenbei noch im Internet surfen möchten. Zukünftig würde ich mich freuen, wenn starke Leitungen Richtung 200 MBit zum Standard werden, denn ich denke gerade im Rahmen des 4K-Fernsehens sollte dies genügend Luft bieten, um auch neben dem Fernsehen noch zu surfen. Doch dafür brauchen wir die angesprochene Infrastruktur und hoffentlich angemessene Preise.

Von | 2017-04-06T11:38:30+00:00 6. April, 2017|Allgemein, Wissenswertes|0 Kommentare

Über den Autor:

Martin Farjah
PR-Berater bei Profil Marketing seit 2011. Verantwortlich für Beratung, Content und Kommunikation.

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