Presseportale – Informationen aus der Retorte?

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Presseportale – Informationen aus der Retorte?

Heute haben wir für Euch einen Gastbeitrag unserer sehr geschätzten freien Fachjournalistin Petra Adamik aus München für Euch Leonardo da Vinci sagte man nach, er habe über das gesamte Wissen seiner Zeit verfügt. Mit der Informationsflut heute, wäre sicher aber auch das Renaissance-Genie überfordert. Tagtäglich werden Leser über unterschiedliche Kanälen und Medien mit Informationen überflutet. Die Neuigkeiten sind meist von Journalisten der Redaktion aufbereitet, die dafür Presseinformationen bearbeiten.

Speziell für Fachthemen sind für diese Aufgabe schreibenden Spezialisten mit ihren besonderen Kenntnissen gefragt. Sie müssen schnell erkennen, ob sich hinter einer Pressemeldung wirklich heiße News verbergen oder ob ein Hersteller alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen möchte.

Fachredaktionen müssen Pressemeldungen anschauen, blitzschnell auswerten und auf ihren tatsächlichen Informationsgehalt und Neuigkeitswert prüfen. Da die meisten Magazine heute neben ihrer Print-Version auch ein Online-Angebot haben, bedeutet das für die Redaktionen meist Dauerstress. Neben dem Papier muss nämlich auch die Online-Plattform mit Meldungen bestückt werden. Und das Tag für Tag – häufig rund um die Uhr, damit die Klickrate stimmt.


Ohne Pressemeldungen wäre dieses Pensum nicht zu schaffen, besonders dann, wenn eine Redaktion mehrere Themenbereiche bedienen muss. Presseportale können da eine hilfreiche Unterstützung sein, denn sie liefern meist täglich aktuelle Informationen der Hersteller – und zwar zu vielen unterschiedlichen Themen. Der zuständige Redakteur kann in der Regel aus einer Fülle von Nachrichten diejenigen auswählen, die er für relevant hält. Im Mix mit den Pressemeldungen, die von Herstellern und Agenturen zugeliefert werden, ist damit die Nachrichtenversorgung gesichert. Für Hersteller haben Presseportale den Vorteil, dass ihre Meldungen rasch verteilt und breit gestreut werden. Die Kosten sind für diese Dienstleistung sind vergleichsweise günstig. Allerdings ist die Nachrichtenverteilung auch ziemlich unpersönlich, der Streuverlust hoch.

Mein Arbeitsalltag als freie Journalistin sieht anders aus, als der eines Blattmachers. Ich benötige nicht möglichst viele, sondern möglichst detaillierte Themenhinweise, wenn ich einen Beitrag schreibe. Presseportale spielen für mich daher bei der Recherche so gut wie keine Rolle. Die Suche nach den relevanten Informationen ist mir zu aufwändig, da die angebotene Themenvielfalt meist zu umfangreich ist. Darüber hinaus bieten die Portale auch nicht die Details und Hintergrundangaben, die ich für meine Artikel benötige. Informationshäppchen eben.

Dagegen schätze ich die Zusammenarbeit mit Agenturen sehr. Hier weiß ich, wen ich zu welchem Thema ansprechen und befragen kann, um an die benötigten Informationen zu kommen. Die Agenturmitarbeiter vermitteln mir zudem die kompetenten Ansprechpartner, die konkrete Aussagen zu einem Fachthema treffen können. Für mich hat das den Vorteil, dass ich mich nicht durch ellenlange Listen von unterschiedlichen Meldungen arbeiten muss. Darüber hinaus bin ich nur in Presseverteilern zu Themen, die ich bearbeite. Durch diese Selektion erhalte ich von den Agenturen eine Dienstleistung, die mir meine Tagesarbeit erheblich erleichtert.

Petra Adamik 
Freie Fachjournalistin / Redaktionsbüro
München, Deutschland
XING: http://tinyurl.com/ztuc8ce

Von | 2016-12-22T15:03:37+00:00 6. Oktober, 2016|Allgemein, Public Relations, Wissenswertes|0 Kommentare

Über den Autor:

Gesellschafterin seit 1989. Verantwortlich für Consulting • Strategy • Finance • Social Networking

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