VoIP – Telefonie der Zukunft?

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VoIP – Telefonie der Zukunft?

Ende 2017 werden ISDN und analoge Telefonanschlüsse endgültig abgeschaltet. Die bisherige Telefonie soll nur noch über Internet, das sogenannte „Voice-over-IP“ (VoIP), erfolgen. Die Umstellung klappt meistens reibungslos, doch viele Endanwender haben mit der neuen Technologie auch ihre Probleme.

Doch was ist VoIP genau?

Voice over IP (kurz VoIP), auch als IP-Telefonie (kurz für Internet-Protokoll-Telefonie) oder Internet-Telefonie bekannt, bezeichnet das Telefonieren über Computernetzwerke, welche nach Internet-Standards aufgebaut sind. Dabei werden Sprache und Steuerinformationen beispielsweise für den Verbindungsaufbau, über ein Datennetz übertragen. Für die Gespräche können Computer mit entsprechender Software, auf IP-Telefonie spezialisierte Telefonendgeräte oder klassische Telefone, die über spezielle Adapter angeschlossen sind, verwendet werden.

Ich selbst kenne noch die Zeiten, als man das Internet verlassen musste, um telefonieren zu können. Denn nur eine Leitung war pro Anschluss möglich. ISDN verbesserte zwar die gesamte Technik, indem Sprache und Daten auf verschiedenen Leitzungen digital übertragen wurden, allerdings erhöhte sich dadurch auch die monatliche Grundgebühr. Mittlerweile gilt aber auch ISDN veraltet – die Störanfälligkeit ist zu groß und viele Ersatzteile werden nicht mehr produziert. Zudem ist die Technologie nach wie vor zu kostenintensiv.

VoIP überflügelt die herkömmliche Telefonie

Bei VoIP werden Sprache und Datenverkehr digitalisiert über die gleichen Leitungen übertragen. Wenn nicht telefoniert wird, steht die Bandbreite anderweitig zur Verfügung. Zudem bietet VoIP die gleichen Funktionen wie ein ISDN-Anschluss: zwei Sprachkanäle, standardmäßig drei verschiedene Rufnummern, die sich über den Router verwalten lassen. Darüber hinaus kann der Anwender Rufweiterleitungen oder auch Rufsperren selbst einrichten. Neben dem Festnetztelefon kann man auch sein Smartphone über VoIP nutzen. Insgesamt ist die Sprachqualität bei weitem klarer und nicht störanfällig – mit HD-fähigen Telefonen wird die Qualität nochmals gesteigert.

Hat VoIP nur Vorteile?

Allerdings tun sich auch einige Nachteile auf: Jeglicher Datenverkehr läuft über den Router. Sofern das Netz lahmt oder eine Störung vorliegt, ist auch das Telefon nicht mehr zu gebrauchen. Läuft auch das Fernsehen über den Router, bleibt auch das TV-Bild schwarz. Da in diesem Fall rein gar nichts mehr funktioniert, kann man nur über das Smartphone die Störungshotline erreichen. Im Falle von ISDN waren diese Kanäle strikt getrennt. Zudem waren Stromausfälle bei ISDN und analogen Anschlüssen kein Problem, da die Stromversorgung zur Not über die Telefonleitung erfolgen konnte. Dies ist bei VoIP nicht möglich, sodass im Falle von Hausnotrufsystemen für Senioren oder körperlich Behinderten, ein Stromausfall zu einem echten Problem werden kann. Auch hier hilft dann nur das Smartphone, was dann aber schnell zur Hand sein muss. Zudem gehen mit den aktuellen Routern auch oft Verbindungsabbrüche und schwankendes Internet einher. Stabile Router mit entsprechender Firmware sind hier zwingend vonnöten.

Braucht man die neue Technologie?

Langfristig wird niemand um die Umstellung auf VoIP herumkommen. Die Vorteile überwiegen zurzeit sehr deutlich, da man neben der klar verbesserten Sprachqualität der VoIP-Umstellung auch neuere und modernere Router erhält, die ein weitaus schnelleres und leistungsfähigeres Internet bieten. Die Hard- und Software wird stetig verbessert, sodass ich davon ausgehe, dass sich in ein paar Jahren flächendeckend stabile VoIP-Anschlüsse etabliert haben.

Ich selbst stehe der Technologie etwas zwiespältig gegenüber. Einerseits begrüße ich die verbesserte Sprachqualität und schnelleres Internet. Andererseits finde ich es schon bedenklich, dass sämtlicher Datenverkehr nur über ein Gerät läuft. Das Stromausfall-Problem kenne ich nur zu gut. Zudem hatte ich enorme Router-Probleme, sodass ich erst jetzt zufrieden bin, seitdem ich eine FritzBox installieren konnte, die sehr stabil läuft. Alles in allem bin ich jetzt guter Dinge und hoffe, dass dies in der Zukunft auch so bleibt.

Von | 2016-05-26T08:14:00+00:00 26. Mai, 2016|Allgemein, Public Relations, Wissenswertes|0 Kommentare

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