Influencer PR – Warum auch wir immer noch auf Journalisten setzen

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Influencer PR – Warum auch wir immer noch auf Journalisten setzen

Der Kontakt zu Journalisten – egal ob fest Angestellte oder Freie – gehört zum festen Tagesablauf eines jeden Beraters.  Im Schnitt werden, je nach Etatgröße und Bedürfnisse, rund 30 Redakteure pro Monat kontaktiert, um ihnen die neuesten Produkte und / oder Entwicklungen  der einzelnen Kunden zu übermitteln. Da neben Print auch Online nicht zu vernachlässigen ist, ist zudem der Kontakt zu Bloggern äußerst wichtig. Der aktuelle PR-Trendmonitor von news aktuell hingegen kommt zu einer ganz anderen Auffassung: Online-Medien wie Blogs oder YouTuber spielen  kaum eine Rolle. Wie kann das sein?

Auch wir nutzen im Rahmen unserer täglichen Öffentlichkeitsarbeit zur Verbreitung der Nachrichten unserer Kunden vorzugsweise den Kontakt zu Journalisten der etablierten Print- und Online-Magazine – und dies wird sich aus meiner Sicht der Dinge auch in den kommenden Jahren nicht grundlegend ändern. Natürlich ist es unstrittig, dass viele Printpublikationen in den letzten Jahren eingestellt worden sind, jedoch haben die Verlage auf diesen Trend reagiert und setzen ihre Redakteure vermehrt für die Online-Berichterstattung ein. Das gestrickte Szenario, dass der Print-Markt in Deutschland ausstirbt, sehe ich so nicht. Und die Vorhersage, dass wir demnächst nur noch über soziale Medien kommunizieren und uns informieren, kann ich so nicht teilen. Die Journalisten werden auch zukünftig unser erster Ansprechpartner sein. Laut 
des aktuellen PR-Trendmonitors bin ich mit dieser Meinung nicht alleine, wie
das folgende Ranking der wichtigsten Influencer beweist:

  • Journalisten – 75 %
  • Kunden – 68 %
  • Eigene Mitarbeiter – 46 %
  • Experten – 42 %
  • Branchenverbände – 26 %
  • Blogger – 20 %
  • Facebooker – 14 %
  • Twitterer – 9 %
  • YouTuber & Instagrammer – 6 %

Bei genauerer Betrachtung fällt sofort der niedrige Stellenwert der neuen Medien auf: Nur 20 Prozent der 654 Befragten stufen Blogger als sehr wichtige Influencer ein? Und YouTuber kommen nur auf sechs Prozent? Aus der täglichen Arbeitserfahrung kann ich diese Einschätzung nicht teilen, aber die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass diese Unterschiede aus Sicht der befragten Agenturen und den Pressestellen eines Unternehmens gesehen werden müssen. Soll heißen, dass wir PRler das Social-Media-Potenzial viel höher einstufen, als die Pressestellen der Unternehmen selbst.

YouTuber – nützliche Multiplikatoren?

Laut der Studie stufen die befragten Mitarbeiter der PR-Agenturen die Betreiber von YouTube-Channels mit neun Prozent als sehr wichtige Influencer ein – die Pressestellen stimmen hier mit lediglich vier Prozent zu. Wir selbst halten relativ wenig Kontakt zu YouTubern. Nicht, weil wir sie nicht wichtig finden, sondern weil die Vermarktung von Produkten bei YouTube mittlerweile ein riesiger Markt ist, der immer mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Kleine YouTube-Channels mit wenigen Abonnenten bedeuten wenig Reichweite. YouTube-Channels a la Dagi Bee, die mittlerweile mehr als 2,6 Millionen Abonnenten haben, sind „unerreichbar“, da große Vermarktungsagenturen Preise aufrufen, die weit über dem Budget mancher Unternehmen liegen. Letztlich kann ich dieser geringen Wertschätzung meinen Zuspruch erteilen.

 

Wie wichtig sind Blogs?

Auch bei der Beurteilung der Blogs stimme ich unter Vorbehalt zu – schlage mich hier aber auf die Seite der Mitarbeiter der PR-Agenturen, die den Einfluss von Blogs mit 32 Prozent bewerten. Die Mitarbeiter der Pressestellen hingegen stufen Blogger mit nur 12 Prozent als sehr wichtige Influencer ein. Rein aus der Erfahrung heraus, kann ich bestätigen, dass dieser Wert viel zu niedrig angesetzt ist. 

Die gesamte Studie ist übrigens unter folgendem Link abrufbar: http://treibstoff.newsaktuell.de/2016/05/03/journalisten-wichtigste-influencer/

Bei allen Zahlen und Statistiken sollte jedoch eines nicht außer Acht gelassen werden:
Für den Erfolg eines Kunden sind nicht nur Influencer wie Journalisten, Blogger oder YouTuber wichtig, sondern die zielgerichtete Kommunikation und die Platzierung der News und Themen im richtigen Medienumfeld.

Von | 2016-05-04T16:01:00+00:00 4. Mai, 2016|Allgemein, Public Relations|0 Kommentare

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