Am Zürichsee mit Protonet

Nach der eher ruhigen CeBIT (siehe Beitrag) traf ich auf der diesjährigen Hannover Industriemesse ein sehr viel lebhafteres Publikum an. Rund 220.000 Besucher verzeichnete die Messe. Dies waren deutlich mehr als im vergangenen Jahr (rund 174.000 Besucher). Einen neuen Rekordwert erreichte dabei der ausländische Besucheranteil (70.000). Unter dem Motto ‚Integrated Industry – Join the Network‘ präsentierten sich insgesamt 6.500 Unternehmen mit ihren Innovationen und Produkten. Mit dabei auch unser Kunde c4c Engineering, der mit intelligenten Apps einen Beitrag zum Trendthema „Industrie 4.0“ bzw. der „Smart Factory“ beisteuerte.
Im Gegensatz zur CeBIT verspürte ich auf der Messe ein paar Ellbogen mehr sowie ein paar mehr Warterunden. Auch der Journalistenandrang schien mir bedeutend höher. Schon in den vorangegangenen Telefonaten bemerkte ich ein sehr viel höheres Interesse der Presse die HMI zu besuchen als die vorangegangene CeBIT. Alle Journalisten erschienen zu den Gesprächen, zeigten sich sehr interessiert und blieben durchaus mehr als eine halbe Stunde. Tiefgehende Gespräche über die digitale Vernetzung unserer Industrie schien die Presse in seinen Bann zu ziehen.

HMI beliebter als die CeBIT?

Dies kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden. Dennoch schien mir die Zerfasertheit der CeBIT und die Konkurrenz durch Messen wie den MWC oder die CES das Desinteresse der Journalisten zu bestätigten. Mit der HMI wurde nun konkret das Trendthema „Industrie 4.0“ bzw. „Das Internet der Dinge“ in den Fokus gesetzt und Besucher sowie Presse erhielten einen interessanten Einblick in die kommenden Technologieinnovationen und unsere digitalisierte Zukunft. War die „embedded world“ bezüglich dieser Themen noch sehr stark auf tiefe Technik fokussiert, konnte bei der HMI nun auch der Endverbraucher interessante Details für sich entdecken.

Mir persönlich gefiel die HMI bei weitem besser als die CeBIT. Spannende Exponate, wie beispielsweise vernetzte Autos, wechselten sich ab mit imposanten Vorführungen wie gigantischen Roboteranlagen. Die Journalisten zeigten starkes Interesse am Stand unserer Kunden und erschienen bei weitem zahlreicher.

Zürich und die VISA-Taxis

Mit unserem Kunden Protonet flog ich eine Woche später in die Schweiz – Ziel: Eine Pressetour zu IT- und Reseller-Verlagen in Zürich. Das recht idyllische Städtchen mit dem schönen Zürichsee war leider mit enorm vielen Baustellen durchzogen. Exorbitant waren auch die Preise: McDonald’s Menüs für 12 Euro und eine Bratwurst für 6 Euro. Um die hohen Geldausgaben zu vereinfachen, konnte man allerdings in jedem Taxi gleich mit VISA-Karte zahlen. Das war uns aber irgendwann auch zuviel und so fuhren wir mit dem ÖPNV weiter.

Von IDG, über die Neue Zürcher Zeitung bis zu der Netzmedien AG grasten wir alle relevanten Medien ab und stellten Protonets Mini-Server-Lösungen vor. Angenehm ruhig präsentierten sich die Schweizer Redaktionen mit sehr höflichen Redakteuren. Die Gespräche verliefen sehr positiv und wir konnte diverse Kooperationen bzw. Hardware-Tests einspielen.

Der Rückflug nach Deutschland verlief ohne Probleme und in Hannover konnte ich gerade so dem Streik der GDL entgehen. Eine halbe Stunde später hätte ich Probleme bekommen 🙂

Alles in allem zwei spannende Trips mit tollen neuen Kontakten und jeder Menge nachhaltigen Ergebnissen!